Stipendiaten 2006
Marcel Wehn

- Marcel Wehn
Projekttitel: MOV(i)E
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg
Studiengang: Regie, Dokumentarfilm
Kurzbeschreibung
MOV(I)E ist ein Dokumentarfilmprojekt für Schüler an einer Hauptschule im Raum Stuttgart im Alter ab 14 Jahren. Im Schulhalbjahr 2006/2007 realisieren die Jugendlichen in einer Gruppe von 4-6 Teilnehmern in einer Art AG eine Reihe von Kurzdokumentarfilmen, wobei jeder Schüler einen eigenen Kurzfilm unter eigener Regie herstellen wird.
Die Themen werden hierbei von den Jugendlichen selbst aus dem unmittelbaren Umfeld oder dem Alltag gewählt und sollen sich mit Schwerpunkten wie die eigene Familie, der Freundeskreis, oder eigene Interessen und Lebensvorstellungen beschäftigen.
Das Projekt wird im kommenden Schulhalbjahr in regelmäßigen Arbeitseinheiten von ca. zwei Stunden pro Woche umgesetzt. Hierbei findet eine Einführung in den Umgang mit der Kamera und der dokumentarischen Filmsprache statt, aktiv wird gemeinsam fotografiert und gefilmt. Neben einer allgemeinen Auseinsandersetzung mit der Ästhetik von Bildern und Filmen entwickelt jeder Schüler ein eigenes Dokumentarfilmthema, dass er in einem Team mit den anderen Teilnehmern realisiert.
Betreut wird das Projekt von Sabine Osterlow, Diplom- Kunsttherapeutin aus Stuttgart und Marcel Wehn, Student an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Dokumentarfilm. Frau Osterlow und Herr Wehn sind die Initiatoren des Projektes MOV(I)E. Die Zusammenarbeit von Kunsttherapie und Dokumentarfilm stellt eine Erweiterung und Ergänzung der jeweiligen Tätigkeitsbereiche dar, sowie die Weiterentwicklung der künstlerischen - therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen.
Die Bedingung des dokumentarischen Arbeitens veranlasst innerhalb des „Teams“ eine aktive Auseinandersetzung mit sich und der eigenen realen Umwelt. Auf diese Weise entstehen keine idealisierten, medienbeeinflussten Selbstdarstellungsbilder, sondern jeder Schüler gewinnt eine neu objektivierte, und damit reflektierte Sichtweise auf seine eigene Position im eigenen sozialen Umfeld.
Darüber hinaus fordert und fördert das filmische Arbeiten eine Reihe sozialer Kompetenzen wie das Arbeiten im Team, Kommunikation innerhalb der Gruppe und mit den filmischen Protagonisten, sowie das Finden und Entwicklung eines Themas und einer eigenen Haltung. Als Regisseur bzw. Teammitglied erleben und erlernen die Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortung, auch für den Gesamtverlauf des Projektes.
Schließlich also fördert MOV(I)E die Sichtweise auf sich selbst, die eigenen Handlungskompetenzen, sowie soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
