Stipendiaten 2007
Libor Tesacek, Georg Erler und Gregor Eisenbeiss
Projekttitel: Kakteen können stechen
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg
Studiengang: Drehbuch
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Kurzbeschreibung
Die Liebe treibt ihre seltsamen Blüten – das beweisen zumindest Gunther und Irina, ein scheinbar verbotenes Liebespaar, das sich gegenseitig emanzipiert.
Gunther, ein lieber, einfacher Mann Anfang 40 und stolzer Besitzer einer Souterrain-Wohnung, schwärmt heimlich für Irina, eine temperamentvolle und liebenswürdige Russin, deren Liebe vielmehr ihrem kleinen, auf dem Hausdach ihres Wohnblocks errichteten Blumengarten gilt, als ihrem Ehemann Horst.
Horst ist nicht nur ein unsympathischer Zeitgenosse, sondern auch der eigentliche Hausmeister der Wohnblocks. Jedoch stinkfaul und so lässt er die Arbeit im Hochhaus lieber seine Haussklavin Olga erledigen. Allerdings mehr schlecht als recht.
Doch das immer wieder durch lautstarken Streit auffallende Ehepaar teilt ein erstaunliches Geheimnis. Das feine Paar führt eine Scheinehe. 10000 Euro und die Jobübernahme für einen deutschen Pass. Jedoch keinen Sex. Auch das ist geregelt. Horst versucht ihn sich trotzdem zu holen, holt sich jedoch von der resoluten Russin nur eine blutige Nase.
Als Gunther durch Zufall hinter dieses Geheimnis kommt, scheint seinem zukünftigen Glück mit seiner Angebeteten nichts mehr im Weg zu stehen und durch die Liebe beflügelt kann auch Irina im Verlauf der Geschichte ihre Hände bald nicht mehr nur bei den Pflanzen lassen und die zwei verbringen eine märchenhafte Nacht in ihrem kleinen Blumengarten-Refugium. Dort werden sie prompt von Hausmeister Horst in flagranti erwischt! In einer Kurzschlussreaktion ruft der gehörnte Ehemann bei der Ausländerbehörde an und macht eine Selbstanzeige. Als Olga am nächsten morgen in Abschiebehaft genommen wird, scheint Manuel seine frische Liebe schon für immer verloren zu haben...
In engem Austausch mit dem Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg und durch die Nutzung von moderner Kameratechnik (HD) und den neuesten postproduktionellen Arbeitsmethoden versuchen wir, um eine bunte, verspielte und lakonischen Geschichte die passende Welt zu bauen. Dabei ist das Ziel nicht eine reine Animationswelt zu erschaffen, sondern in einem harmonischen Gleichgewicht, Animation und Realität miteinander zu vereinen.
Wir sehen dabei für ein solches Unterfangen die Komödie als ein passendes Genre in Gestaltung und Stil und hoffen mit dieser Symbiose aus Animation und Realität unserem Stoff den nötigen Humor, Rhythmus und Erzählfluss zu verleihen.



