Stipendiaten 2005
Andreas Rohr
![]() Andreas Rohr |
Projekttitel: Entwicklung und Implementierung eines Systems zur realistischen Darstellung virtueller humanoider Charaktere im Film
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg
Studiengang: Film und Medien, Animation/Technical Director
Kurzbeschreibung
Der kommerzielle Erfolg von Kinoproduktionen wie „Jurassic Park“ und „Spiderman“, aber auch von „Shrek“ oder den „Unglaublichen“, beruht nicht zuletzt auf der zunehmenden, immer ausgefeilteren Anwendung von Computeranimation. Mit Hilfe digitaler Tricktechnik lassen sich auch die fantastischsten Geschichten glaubhaft visualisieren, wodurch Filmemacher wie auch Zuschauer gänzlich neue Bild- und Erlebniswelten erschaffen bzw. erleben können.
Die realistische Darstellung menschlicher Charaktere stellt in der Computeranimation nach wie vor die größte Herausforderung dar. Nur mit sehr hohem Zeit- und Kostenaufwand gelingt es dabei überzeugende Ergebnisse zu erzielen, wie das Beispiel des Charakters „Gollum“ aus der „Herr der Ringe“-Trilogie in beiderlei Hinsicht zeigt.
Im Rahmen seines Projektes will Andreas Rohr daher ein Softwaresystem entwickeln, das sowohl eine schnellere und einfachere Erstellung virtueller humanoider Charaktere ermöglicht, als auch eine wesentlich realistischere bzw. natürlichere Darstellung erlaubt. Damit interessierte Anwender die Ergebnisse der Projektarbeit direkt nutzen können, sollen diese in Form eines kostenlosen Plugins für die 3D-Software „Maya“ zur Verfügung gestellt werden, mit dem sich Muskel- und Hautdeformationen des Menschen realistisch simulieren und darstellen lassen.
Um die Leistungsfähigkeit des entwickelten Systems bewerten und demonstrieren zu können, wird Andreas Rohr ein dreidimensionales virtuelles Abbild des Körpers einer realen Testperson in „Maya“ erstellen. Die dafür erforderliche Datengrundlage soll mit Hilfe modernster 3D-Laser- und MRT-Scans (Kernspintomographie) geschaffen werden. Dies ermöglicht eine detaillierte Erfassung sowohl der äußeren Körperform als auch sämtlicher relevanter innerer anatomischer Strukturen, vor allem der Knochen und Muskeln.

