Stipendiaten 2010

Florian Meyer

Projekttitel: LOOP
Hochschule: Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Studiengang: Medienkunst

Kurzbeschreibung

Florian Meyer
Florian Meyer

Der Musiktheorie gelten Melodie und Rhythmus als kompositorische Grundprinzipien. Rhythmus fußt auf Wiederholung von Taktstrukturen. Melodie auf Tonfolgen-Wiederholungen. Töne auf Wiederholung von Luftdruckschwankungen. Die Wiederholung ist also ein beiden Grundprinzipien eigenes Prinzip. Die Differenz entfaltet sich in der Wiederholung. Sowohl Klassische Notationssysteme als auch moderne Musiksoftware benutzen lineare Beschreibungen dieser Wiederholungen. Die Wiederholung wird nur bei genauerem Hinsehen sichtbar.  Wiederholungen sind grafisch gut als Kreise darstellbar. Jede lineare Notation ist mittels Komplexer Verschachtelungen von Kreisstrukturen darstellbar.
Unser Anliegen ist es, einen Kompositionsansatz, welcher auf einem klar erkennbaren Prinzip beruht zu entwickeln: LOOP. Software bietet Möglichkeiten der einfachen Darstellung komplexer Zusammenhänge, welche auf dem Papier so nicht moelich ist - sie kann sogar einen intuitiv spielerischen Zugang ermöglichen! Matoba Hiroshi, Doktorand an der Kyushu-Universität Fukuoka, Japan und ich beschäftigen uns seit Jahren mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen mit der zirkulären Darstellung von Musik. Als wir uns im letzten Jahr kennen lernten wurde uns schnell klar, dass wir viel unterschiedliche Erfahrungen zu den gleichen Themen gesammelt haben und sehen zum ersten mal die Möglichkeit durch Entwicklung von Software und Interface unsere Erfahrungen in ein neues, operables Kompositionsprinzip zu verwandeln.
Das Projekt ist auf ein Jahr angelegt, wird größtenteils in Japan entwickelt und wird in drei gleichberechtigten Bereichen entwickelt. Präsentationen der erarbeiteten Theorie und Software (bei gelingen auch des Interfaces) auf geeigneten Veranstaltungen in Japan und Europa Ende das Jahres schließen das Projekt ab.