Stipendiaten 2008

Tommi Krammer

Tommi Kramer

Tommi Kramer

Projekttitel: Wertbasierte Visualisierung von Veränderungen und sozialen Netzwerken in verteilten Softwareentwicklunsumgebungen
Hochschule: Universität Mannheim
Studiengang: Wirtschaftinformatik


Kurzbeschreibung

Professionelle Softwareentwicklung wird heute nur noch selten von Einzelpersonen durchgeführt. Abhängig von ihrer Komplexität, ihrem Umfang, dem Zeitrahmen und dem Budget finden diese meist auf kollaborative Weise statt. Große Softwareunternehmen wie auch mittlerweile die kleineren arbeiten dabei häufig in Teams, die sowohl örtlich als auch zum Teil räumlich voneinander getrennt sein können. Vorreiter der verteilten Softwareentwicklung ist die Open-Source Gemeinde, welche dadurch die Entwicklung von Kollaborationsplattformen entscheidend vorantrieb. Das sind Sammlungen von Tools, die untereinander vernetzt sind und die (global) verteilte Softwareentwicklung unterstützen.

Abbildung 1: Weltweiter Entwicklungsprozess

Diese Plattformen ermöglichen in ihren bisherigen Versionen die Erstellung eines Artefakt-Netzwerkes bestehend aus sämtlichen Objekten, die im Entwicklungsprozess oder in diesen Plattformen auftreten können. Ein Artefakt repräsentiert dabei einen Objekt-Container, der mit anderen solcher Container durch unterschiedliche Relationen verknüpft sein kann. Vereinfacht gesprochen sind diese von der Art "ist-Eigentümer-von", "ist-Bearbeiter-von", "ist-Ersteller-von" oder auch "ist-verknüpft-mit".
Aufbauend auf aktueller Forschung zu Traceability und Rationale Management konzentriert sich dieses Projekt auf Änderungen während der Projektlaufzeit, die sog. Impact-Analyse. Dabei handelt es sich um das Feststellen und Bewerten von Veränderungen während der Projektlaufzeit, d.h. Änderungen von Anforderungen oder der Software selbst, sowie personellen Veränderungen.
Zunächst sollen dafür Metriken entwickelt werden, welche eine Aufwandsanalyse auf Basis der Artefakte und deren Netzwerk zulassen. Danach werden die Daten so aufbereitet, dass sie sich visuell und optimaler Weise auch dreidimensional darstellen lassen. Somit soll die Impact-Analyse als Grundlage zur Entscheidungsfindung in Softwareprojekten dienen und den Erfolg des Projekts dadurch im positiven Sinne beeinflussen.
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll schließlich eine Software entwickelt werden, die oben genannte Auswertung auf Basis von Daten aus Kollaborationsplattformen auswerten und darstellen kann. Zur Interoperabilität mit verschiedenen Plattformen oder auch zur Weiterverarbeitung der Daten wird auf einen allg. verbreiteten Standard, das XML Format, zurückgegriffen. Dabei wird mit Hilfe eines XML-Schemas eine allgemeine Schnittstelle definiert, die einen korrekten Datenimport aus heterogenen Softwareentwicklungs-Plattformen ermöglicht und diesen auch ein Hilfsmittel zur Verfügung stellt, die Daten in das richtige Format zu exportieren.

Abbildung 2: Zieltool


MFG Stiftung
Wappen Baden-Württemberg